Neue Show des Showmasters 2.0 + Interview

Rob VegasNach 145 Episoden ist es nun mit der „Mindtime Show“, einer Late-Night Show im Internet, vorbei. Der „Showmaster 2.0“ Rob Vegas hat fast drei Jahre seine Ein-Mann Show moderiert, mit der er es sogar zu einem Auftritt bei Harald Schmidt und in zahlreichen Zeitschriften schaffte.

Seine „Mindtime Show“ geht offline, Rob Vegas aber bleibt online. Mit der „The Rob Vegas Show“ hat er nun ein neues Projekt gestartet, das sogar in HD produziert wird. Gleich in seiner ersten Sendung löst er eine ziemlich geniale Aktion von ihm auf, mit der er es in sämtliche Medien Deutschlands schaffte. Mehr als zwei Monate gab er sich als Harald Schmidt bei Twitter aus und nicht nur seine über 6500 Follower, auch die Medienwelt fiel darauf rein, darunter auch das ARD.

Cybershows hat mit Rob Vegas ein Interview geführt, in dem er über seine Shows und allgemein über Videoproduktion im Internet spricht.

Hallo Rob, schön, dass du die Zeit für dieses Interview gefunden hast. Deine Mindtime Show hast du fast 3 Jahre lang produziert. Wie bist du darauf gekommen eine eigene Late-Night Show fürs Internet zu machen?

Rob Vegas: Ich hatte schon vor der Mindtime Show eine kleine Videoreihe produziert. Kurz darauf wurde YouTube populär und ich sah meine Chance die Technik eines großen TV-Senders kostenlos für eine regelmäßige Sendung nutzen zu können. Nur halt im Netz!

Viele Blogs überleben nicht einmal ein Jahr, Videopodcasts sterben oft noch früher, da die Produktion sehr aufwändig ist. Woher nimmst du die Ausdauer jeden Samstag eine neue Show hochzuladen?

Rob Vegas: Weil ich es gerne mache und voll hinter dem Projekt stehe. Ich finde die Entwicklung sehr spannend und zusammen mit den Zuschauern macht es einfach eine Menge Spass. Zudem lerne ich durch meine Arbeit viele neue Leute kennen und darf mittlerweile sogar Vorträge auf der Cebit halten. Das
treibt ungeheuer an!

Link: 142 DSDS und Zumwinkel

Durch deine Show hast du im Internet eine große Berühmtheit erlangt, z.B. durch deinen Schäfer Gümbel Song oder die Tortenwürfe. Beides brachte dich auch in die Welt des Fernsehens. Was sind die guten und schlechten Seiten wenn man diese gewisse Berühmtheit erlangt hat?

Rob Vegas: Der Schäfer Gümbel Song wurde überall verlinkt, im Fernsehen gezeigt und selbst im Berliner Radio gespielt. Leider haben die meisten Journalisten aber nicht nach dem Urheber geschaut. Man konnte da immer was vom Internet-Song lesen, aber mich hat man oft nicht erwähnt. Ich fand es aber umso lustiger, da es mich an den Film “Wag The Dog” erinnerte und Produzenten nie die Anerkennung für ihr Werk bekommen. Ich war die einzige Sendung im deutschsprachigen Raum mit einer Aktion zur Hessenwahl. Die anderen Late-Night Shows haben da noch Winterpause gemacht!

Wie hast du es geschafft, dass Sevenload dich finanziell Unterstützt? Kannst du von dem Honorar leben?

Rob Vegas: Ich hatte gerade mit der Show begonnen und stellte die ersten Sendungen auf dem damals neuen Medienportal sevenload ein. Die Geschäftsführung kam schnell auf mich zu und so ist die Kooperation entstanden. Als die junge Show es dann noch zu Harald Schmidt in die Sendung schaffte war man natürlich glücklich! Ich übrigens auch!

Du hörst nun nach fast drei Jahren mit der Mindtime Show auf, obwohl Sevenload den Vertrag verlängert hätte. Was hat dich zu der Entscheidung gebracht?

Rob Vegas: Ich musste mich letztes Jahr im August entscheiden, ob ich ein weiteres Jahr machen will. Darüber habe ich sehr intensiv nachgedacht und mich am Ende für die Freiheit entschieden. So ein Format mit einer exklusiven Kooperation hat Vorteile, doch nach drei Jahren will ich mich wieder selbst vermarkten und offen für neue Partnerschaften sein. Bei mir trudeln mittlerweile täglich neue Anfragen rein und es war einfach an der Zeit einen nächsten Schritt zu wagen. Dabei werden mir die Erfahrungen mit der Mindtime Show aber sehr helfen.

Auf deinem Blog hast du bekannt gegeben, dass du nach der Mindtime Show ein neues Projekt starten wirst. Kannst du uns schon etwas über das neue Projekt erzählen? Wie soll es finanziert werden und planst du vielleicht komplett davon zu leben?

Rob Vegas: Ich stelle das Blog ein, da Google und Co. sonst immer auf meine alten Einträge und Sendungen verweisen würden. Ein klarer Schnitt war da unumgänglich, auch wenn viel Herzblut im Mindtime Blog steckt. Die neue Show soll ein besseres Outfit bekommen und inhaltlich strukturierter sein. Wir arbeiten gerade mit Hochdruck am Design, der neuen Webseite und an der brandneuen Musik zur Show. Das wird richtig klasse! Mir macht es nach drei Jahren Mindtime Show großen Spass die Arbeiten zu koordinieren und mich dabei auch selbst neu zu erfinden. Die neue Show soll schneller auf aktuelle Themen reagieren und die erste LateNight Show im Netz sein, welche die Gags schon vor den TV-Shows am späten Abend bringt. Nebenbei wird es natürlich auch wieder Aktionen wie den “Schäfer-Gümbel Song” geben, denn immerhin wird Rob Vegas nicht wie die anderen Sendungen in eine Sommerpause gehen!

In den USA scheint es viel mehr Blogger und Videopodcaster zu geben, die nicht nur selbst davon leben können, sondern sich auch Angestellte und teure Technik leisten können (z.B. Geekbrief.tv). In Deutschland ist die Zahl aber sehr überschaubar. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Rob Vegas: Das ist in Deutschland noch vergleichsweise schwer. Man braucht gute Sponsoren, welche den Sinn und Zweck einer solchen Sendung im Netz verstehen und zudem noch ein passender Partner sind. Es geht da nicht nur ums liebe Geld, sondern auch um mögliche Reichweiten. Inwieweit könnte ein Sponsor/Partner die Show bekannter machen? Was kann mir ein Reiseveranstalter ermöglichen? Wie hoch sind die Kosten? Bislang ist es noch nicht möglich eine Show mit echtem Publikum, Kulisse und Kameramännern in Deutschland nur für das Netz zu produzieren. Da hat das Fernsehen die Nase eindeutig vorn. Doch es wird sich verändern und ich hätte wohl vor vier Jahren nie geglaubt einmal eine Show im Internet zu moderieren und damit Erfolg zu haben.

Ist dein Ziel letztendlich immer noch irgendwann im Fernsehen eine eigene Show zu haben oder bleibst du lieber im Internet, wo du dein eigener Chef bist?

Rob Vegas: Ich dachte ganz am Anfang nur ans Fernsehen, weil es so groß und mächtig erscheint. Leider kochen die auch nur mit Wasser, obwohl sie es besser könnten. Internet und TV werden in den nächsten Jahren immer mehr zusammenwachsen. Insofern ist das Netz noch ein toller Spielplatz mit neuen Themen wie eBay, Google, Twitter, welche das Fernsehen nicht so selbstverständlich behandeln kann. Ich kann Gags über eBay und Google Earth machen. Das Fernsehen muss eBay erst mit einem Einspieler erklären. Mein eigener Chef bleibe ich dabei auf jeden Fall!

Glaubst du, dass Shows, die nur fürs Internet produziert wurden, eine Zukunft haben? Und in welcher Form werden sie weiter leben? Werden sie auch länger als 10 Minuten sein oder bleiben die 45 Minuten oder gar 2 Stunden Shows dem Fernsehen vorbehalten?

Rob Vegas: 10 Minuten sind bislang noch zu lang für eine Internetshow. Die Länge eines Musikvideos ist der beste Richtwert. Umso besser der Inhalt, umso länger darf das Video sein. Ich sehe selbst gern den Computerclub 2, aber eine solche Show ist für das Massenpublikum viel zu lang. Es wird in der nächsten Zeit erst einmal darum gehen die Masse für Videoinhalte im Netz zu begeistern. Das ist bislang noch nicht gelungen und ich will das ändern!

Vielen Dank für das Interview. Ich wünsche dir bei deinem nächsten Projekt viel erfolg!

Zur Webseite der “The Rob Vegas Show”

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  1. hype.yeebase.com - 25. Apr, 2009

    Interview: Neue Show des Showmasters 2.0 Rob Vegas…

    Rob Vegas ist der bekannteste Videopodcaster in Deutschland. Mit seiner “Mindtime Show” und der neuen “The Rob Vegas Show” schaffte er es nicht nur in zahlreiche Zeitschriften und Zeitungen, sondern auch ins Fernsehen. Cybershows hat mit ihm ein In…

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